• Die KINDERGARTEN Elfe

Teil 2: Die Bewegungsgeschichte zu "Der kleine Hirte und der große Räuber"

Aktualisiert: 16. Feb.

Wie du eine Weihnachtsgeschichte im Kindergarten auf eine Turnstunde übertragen kannst

Heute geht es mit meiner kleinen Advent-Reihe weiter. Und auch dieses Mal stehen wieder der kleine Hirte und der große Räuber im Mittelpunkt.


Die Weihnachtsgeschichte von Lene Mayer-Skumanz kommt heute mit in den Bewegungsraum und es wird gehüpft, gekrabbelt, geschlichen und zum Schluss sogar geträumt...


Und falls du Teil 1 meiner kleinen Advent-Reihe verpasst hast, findest du ihn hier. In diesem Blogartikel teile ich mit dir eine Idee, die du die Weihnachtsgeschichte "Der kleine Hirte und der große Räuber" im Morgenkreis umsetzen kannst.


Und hier findest du die gleiche Weihnachtsgeschichte, allerdings in Form einer Klanggeschichte umgesetzt.


So, nun lass dich aber überraschen, wie du im Kindergarten diese Weihnachtsgeschichte als Turnstunde/Bewegungsstunde umsetzten kannst.

Material


Vorbereitung

Du legst in die Mitte des Bewegungsraumes einen großen Stern auf den Fussboden und drapierst darauf die Lichterkette.

Danach verdunkelst du den Raum.

Einstieg in die Bewegungsstunde

Die Geschichte vom kleinen Hirten und dem großen Räuber ist den Kindern schon bekannt (siehe Teil 1). Sie betreten den abgedunkelten Raum und legen sich wie die schlafenden Hirten auf den Boden und schließen die Augen.


Lasse etwas Ruhe einkehren und schalte dann die Lichterkette an.

Als nächstes „weckst“ du jedes Kind einzeln mit einem hellen Glockenton.


Gemeinsam bestaunt ihr den Stern und die Lichter in eurer Mitte und du kannst auch schon auf die folgende Bewegungsstunde überleiten.


Ideen für Kita und Kindergarten

Der Hauptteil dieser weihnachtlichen Bewegungsstunde

Dieses Bewegungsangebot ist so aufgebaut, dass sich die Erzähl- und Bewegungspassagen immer abwechseln. Du beginnst mit der Erzählung:

Eines nachts erfährt der kleine Hirte, dass das Jesuskind geboren wurde. Schnell packt er eine warme Decke, einen Krug Milch, Brot und Schinken zusammen, denn dieses Gaben will er dem Kind als Geschenk bringen. Gemeinsam mit den anderen Hirten verlässt er die Schafweide und macht sich auf den Weg nach Betlehem.


Nun sind die Kinder an der Reihe: Sie gehen im schnellen Schritt durch den Raum. Nach einiger Zeit lässt du wieder das Glöckchen erklingen. Das ist das Zeichen, dass die Kinder wieder zu dir kommen sollen. Du erzählst die Geschichte weiter…


Ganz in der Nähe lebt auch ein großer Räuber. Er haust in einer Höhle und beobachtet von dort aus das freudige und geschäftige Treiben der Hirten. Er ist zu weit weg, um den Grund der Freude zu hören. Er vermutet, dass die Hirten zu einem großen Fest aufbrechen wollen. Da er ganz alleine und sehr hungrig in der Höhle sitzt, beschließt er, den Hirten zu folgen und das Eine oder Andere von ihnen zu rauben.


Fordere nun die Kinder auf, auf Zehenspitzen und so leise wie möglich durch den Raum zu schleichen - so wie es vermutlich der Räuber getan hat. Nach dem Glockenton setzt du die Geschichte wieder fort:


Der große Räuber versteckt sich hinter einem Baum und beobachtet die vielen Hirten, die an ihm vorbei gehen. Sie tragen Essen, Wolle, Lämmer und andere Gaben mit sich und der Räuber freut sich sehr, dass er in dieser Nacht bestimmt was rauben würde.


Die Kinder stellen sich vor, sie seinen große, starke Hirten. Sie bewegen sich kräftig stampfend durch den Raum…


Ganz zum Schluss geht der kleine Hirte. Er kann mit den anderen Hirten nicht Schritt halten, da er viel kleiner ist und zudem schwer tragen muss:

Der Krug Milch, das Bündel mit dem Essen und die Decke sind eine große Last für ihn. So kommt es, dass der Abstand zwischen ihm und den anderen Hirten immer größer wird.


Die Kinder spielen den kleinen Hirten, der durch hastiges Laufen versucht, mit den anderen Hirten Schritt zu halten…


Der Räuber freut sich, denn für ihn steht fest:

Bei der richtigen Gelegenheit will er den kleinen Hirten berauben.


Jetzt stellen die Kinder den große Räuber dar, wie er sich an den kleinen Hirten heranpirscht. Dazu steigen die Kinder auf allen Vieren durch den Raum…


Das Seltsame an dieser Nacht ist aber, dass sehr viele Menschen nicht schlafen können. Die Menschen kommen aus ihren Häusern und beobachten einen außergewöhnlich schönen Sternenhimmel und wundern sich darüber.


Nun legen sich alle Kinder auf den Rücken, gucken nach oben und schieben sich mit den Füßen durch den Raum…


Auch ein alter Mann steht vor seiner ärmlichen Hütte, bestaunt den Himmel und zittert währenddessen ganz fürchterlich. Der kleine Hirte fragt den alten Mann, was ihm fehle. Dieser antwortet, dass er vor Kälte so sehr friert, dass er nicht mehr einschlafen kann. Der kleine Hirte schenkt dem alten Mann die Decke und denkt sich, dass es dem Jesuskind sicher recht sei, wenn die Decke jemanden anderen wärmt.


Der große Räuber beobachtet das alles aus einiger Entfernung und er ärgert sich! Diese Decke wollte er doch rauben, damit er selbst etwas wärmer hat.


Die Kinder machen einen grimmigen Gesichtsausdruck und gehen auf den Fersen durch den Raum…


Nach einiger Zeit komm der kleine Hirte an einem anderen Haus vorbei. Vor dem Haus steht ein weinendes Mädchen. Der kleine Hirte fragt, wie er ihr helfen kann. Das Mädchen erzählt daraufhin von ihrem großen Durst. Der Brunnen ist jedoch weit entfernt und der Weg dorthin macht dem Mädchen im Finstern zu große Angst.

Daraufhin schenkt der kleine Hirte dem Mädchen den Krug mit der Milch, denn er ist sich sicher, dass es dem Jesuskind sicher recht ist, wenn das Mädchen seine Milch bekommt.


Auch das beobachtet der große Räuber und er ärgert sich noch mehr! Den Krug Milch wollte er doch rauben und selber austrinken! Sein Magen knurrt laut vor Hunger und er beschließt, den kleinen Hirten bei der nächsten Gelegenheit auszurauben.


Jetzt machen die Kinder ein noch grimmigeres Gesicht und hüpfen dabei von einem Bein auf das andere. Ganz zum Schluss machen sie einen lauten und gewaltigen Sprung…


Kurze Zeit später springt der große Räuber vor den kleinen Hirten. Der kleine Hirte bleibt ganz ruhig und fragt verwundert, ob es das Magenknurren des großen Räubers war, das er die ganze Zeit gehört hat. Voller Mitgefühl reicht der kleine Hirte dem großen Räuber das Brot und den Schinken. Er ist sich auch diesmal sicher, dass es dem Jesuskind recht ist, wenn er das Essen verschenkt.


Huch, der geeignet Platz für eine Rast zum Essen und Verschnaufen liegt hinter unwegsamen Gelände. Deshalb bewegen sich die Kinder im Krabbengang durch den Raum…


Gemeinsam setzen sie sich hin und während der große Räuber mit Genuss isst - und sich ein bisschen ärgert, dass er das Essen nicht rauben konnte, sondern geschenkt bekam - erzählt der kleine Hirte, dass in dieser Nacht das Jesuskind geboren wurde.

Der kleine Hirte ist betrübt, weil er für das Kind nun kein Geschenk mehr hat. Er entscheidet trotzdem hinzugehen, um das Jesuskind zu begrüßen und sich über seine Geburt zu freuen.


Der große Räuber beschließt mit ihm zu gehen, denn er ist sich sicher:

Dort findet er sicher viele reiche Menschen zum Berauben. So kommt es, dass sich der große Räuber zusammen mit dem kleine Hirten auf den Weg macht.


Das unwegsame Gelände muss nochmal bezwungen werden. Dieses Mal ziehen sich die Kinder aber auf den Bauch liegend durch den Raum…


Sie sind nun fast am Ziel und müssen das letzte Stück des Weges auf einem Bein hüpfend zurücklegen, weil dem kleinen Hirten vom langen Marsch eines seiner Beine schmerzt…


Als sie endlich ankommen, staunt der große Räuber sehr. Da ist nur ein Stall, in dem das Jesuskind auf Stroh in einer Krippe liegt. Menschen, die selbst nicht viel haben, kommen um das Kind zu begrüßen und ihm und seinen Eltern ein paar kleine Geschenke dazulassen.


Der große Räuber schämt sich nun sehr, dass er diesem Kind das Brot und den Schinken weggegessen hatte.


Maria lächelt den kleinen Hirten an und bedankt sich bei ihm, dass er dem Jesuskind einen große Räuber mitgebracht hat.


Danach lächelt sie den große Räuber an und dieser wundert sich sehr:

Normalerweise hat niemand Mitgefühl mit ihm, niemand schenkt ihm was zu essen und niemand lächelt ihn an - womöglich ist er gar kein großer Räuber mehr?


Maria schlägt vor, ob er nicht viel lieber ein großer Hirte sein wollte? Denn große, starke Hirten werden immer gebraucht. Er verspricht es zu versuchen und gemeinsam gehen der kleine und der große Hirte zurück zur Schafweide.


Nun stellen die Kinder den Rückweg dar. Erst bewegen sie sich rückwärts durch den Raum.


Danach ist der Hopserlauf an der Reihe, weil die Freude des kleine Hirten und des großen Räubers so groß ist.


Auf der „Schafweide“ angekommen, sucht sich jedes Kind am Boden eine Platz mit genügend Abstand zu den anderen.


Praxisangebote für Kita, Kindergarten und Vorschule

Eine Traumreise zum Ausklang

Alle Kinder legen sich in einer gemütlichen Position auf den Fußboden und du liest die folgende Traumreise vor oder du erzählst sie in deinen eigenen Worten. Achte darauf, dass du zwischen den Sätzen genügend Pausen einlegst sowie langsam und ruhig sprichst.

Stell dir vor, du bist jetzt der kleine Hirte. Du liegst auf der Wiese und du fühlst dich nach diesem anstrengen Marsch ganz müde. Du schließt deine Augen und beginnst zu träumen...

Du träumst, wie du im Stall beim Jesuskind bist. Du siehst den Heuschober hinter der Krippe. Das Heu türmt sich meterhoch nach oben. Das ist der richtige Ort, um es sich gemütlich zu machen.

Du suchst dir eine Stelle aus, an der dich keiner so schnell finden kann. Im Traum strampelst du, bis du dir eine runde Kuhle gemacht hast. Mit den Händen formst du den Rand deiner Schlafmulde. Jetzt lässt du dich von einem Stapel Heu in die Kuhle hineinfallen. Oh, das ist schön weich! Vielleicht stellst du dir auch vor, wie du ein paarmal in das Heu hinein springst, bis du allmählich müde wirst.

Du legst dich in deine Kuhle und rollst dich wie eine Katze zusammen. Ist das schön! Das Heu ist warm und weich. Es riecht nach Gras und Blumen. Atme den Heugeruch tief ein.

Du merkst wie du müde wirst. Mit jedem Atemzug sinkst du ein wenig mehr in das weiche Heu ein: Dein Kopf sinkt ein, die Arme, der Bauch, jetzt der Po. Nun sinken auch deine Beine ins Heu.

Genieße deine Schlafkuhle, bis ich dich wecke. Dann recke und strecke dich wie morgens beim Aufwachen.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Umsetzten dieser weihnachtlichen Bewegungsstunde!


Und da sich die trüben und kalten Wintermonate super zum Erzählen anbieten, sind meine beiden Märchenmappe vielleicht genau richtig für dich?


Darin findest du neben Ideen, wie du die Märchen im Morgenkreis erzählen kannst, auch fertig ausgearbeitete Angebote wie Turnen, Klanggeschichten, Rhythmikstunden,... die allesamt Märchen zum Thema haben.


Wenn du interessiert bist, dann schau hier auf die Infoseite zur Themenmappe "Frau Holle" und hier ist die Infoseite zur Themenmappe "Märchen im Kindergarten".


Wie immer kannst du dir auch diesen Blogartikel kostenlos downloaden:


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